menu

GESCHICHTE DER FESTE OBERGENTRINGEN

Die Feste Obergentringen befindet sich 4 Kilometer nord-westlich von Diedenhofen. Sie steht auf einem Hügel von 318 Meter Höhe und überschaut so die Stadt Diedenhofen und das breite Moseltal.
Der Bau began im April 1899 und dauerte bis Ende 1905.
Nach dem Kriege von 1870-1871, wurde Elsass-Lothringen dem deutschen Reich angeschlossen. Um das Reich vor einem französischen Angriff zu schützen, wurde die Moselstellung mit Werken um Metz, sowie Illingen, Gentringen und Koenigsmachern erbaut. Diese Festungen sollten die Eisenbahnknotenpunkte Metz und Diedenhofen schützen. Der Kriegsplan Schlieffen-Moltke sah einen Massenangriff der deutschen Truppen durch Belgien und Luxembourg vor; dabei sollte der Angriff des starken französischen rechten Flügels vor den Festen um Metz und Diedenhofen zum Scheitern gebracht werden.
Wâhrend des ersten Weltkrieges nahm die Feste obergentringen nicht am Kampf teil, da die Front weit westlicher lag. Nach dem Waffenstillstand von 1918 wurde die Festung französisch, gelangte aber 1940 wieder als Lager und Werkstätte ohne Garnison in deutsche Hand. 1944 wurde die Festung von den amerikanischen Truppen besetzt; von diesen Truppen wurden die Kanonen gesprengt. Ab 1946 diente die Festung als Munitionslager des französischen Heeres.

Seit 1971 ist sie für Besucher geöffnet.


GRUNDPRINZIP DER DEUTSCHEN FESTE

Die Festen sind nach völlig neuen Ideen entworfen worden.Sie wurden nicht mehr nach einem festen Grundriss wie z.B.Dreieck oder Trapez gebaut.

Die Gebäude und ihre Anordnung passte man dem Gelände an.
B So ist die Feste Obergentringen mit ihren Panzerbatterien, Kasernen und anderenBau-
werken unter dicker Betonschicht auf dem Hügel angelegt.

DIhre Ausdehnung beträgt 47 Hektar.

Etwa 2000 Soldaten waren hier stationiert.

Die Vorräte waren für drei Monate vorgesehen

BESCHREIBUNG DER FESTE OBERGENTRINGEN

Die Feste,1899-1905 gebaut, besitzt 3 Kasernen.
Es sind die Zentral-,Nord-und Südkaserne.Zwischen den Kasernen befinden sich 2 Batterien mit je vier Geschütztürmen. Diese sind mit 105 mm Kanonen mit einer Reichweite von 9700 Metern ausgestattet. Außerdem besitzt jede Batterie zwei Artilleriebeobachtungsglocken.
Die Kasernen sind teilweise in den Hügel eingegraben. Der Betonschutz der Decken beträgt vier und den der Wände drei Meter.

Die großen Gebäude sind von Bereitschaftsräumen mit Gräben und Beobachtungsständen umgeben.

Die Ganze Feste schützt ein Stacheldrahtnetz von 30 Metern Breite. Die Zufahrtsstraße wird durch ein Kehlblockhaus bewacht und mit Eisentoren abgesperrt. Alle Gebäude sind mit unterirdischen Gängen verbunden. Diese können mit Panzer-oder Gittertüren abgeriegelt und mit Sprengladungen verteidigt werden.

Nach 1912 erweiterte man die Feste. Es kamen noch sechs Grabenwehren dazu. Diese waren mit Maschinengewehren, Scheinwerfern und gepanzerten Beobachtungsglocken ausgerüstet.Zusätzlich wurde noch ein Stacheldrahtverhau angelegt.

Den nördlichen Bereich verstärkte man mit mehreren Betonschützengräben und drei Bereitschaftsräumen.

In Richtung Moseltal wurden die Fenster zugemauert. Das Mauerwerk wurde und beton verstärkt.

Die Arbeiten an der Feste wurden 1916 mit dem Einbau einer Zentralheizung beendet.
1930 Eingliederung in die Maginotlinie. Die kurzen 105mm Kanonen wurden gegen Lange ausgetauscht. Die Reichweite steigerte sich von 9700 auf 12700 Meter.

© JMB , Aktualisierung vom 29. November 2011